Sauerbraten Rezept: Herzhaft, zart und einfach nachkochen
Sauerbraten Rezept gesucht, aber du hast keine Lust auf kompliziertes Küchenlatein oder zehn Töpfe auf dem Herd? Ich kenne das so gut, denn Sauerbraten klingt immer nach Sonntagsessen bei Oma, aber im Alltag will’s trotzdem machbar sein. Die gute Nachricht ist: Wenn du einmal verstanden hast, wie Marinade, Fleisch und Schmorzeit zusammenarbeiten, ist es echt entspannt. Ich zeige dir hier meine alltagstaugliche Version, die trotzdem richtig klassisch schmeckt. Und ja, die Soße wird dabei so gut, dass man am Ende am liebsten den Teller ausleckt. 
Das richtige Fleisch für den Sauerbraten
Beim Sauerbraten ist das Fleisch wirklich die halbe Miete. Du willst ein Stück, das lang schmoren darf, ohne trocken zu werden. Ich greife meistens zu Rinderbraten, weil er zuverlässig zart wird und den typischen Geschmack bringt.
Diese Stücke funktionieren super:
- Rinderbug oder Schulter: mein Favorit, schön saftig
- Rinderkeule (Unterschale): magerer, wird aber mit Zeit auch toll
- Rindernacken: sehr aromatisch und verzeiht viel
Wenn du beim Metzger stehst, sag einfach: “Ich mache Sauerbraten, ich brauche was zum Schmoren.” Die wissen sofort, was du meinst. Und noch ein Tipp aus meiner Küche: Nimm lieber ein bisschen mehr, denn am nächsten Tag schmeckt Sauerbraten fast noch besser.
Falls du noch eine zweite Meinung zum Klassiker willst, schau mal hier rein: klassischer Sauerbraten als Orientierung. Ich finde es immer spannend, Rezepte kurz zu vergleichen und dann meinen Weg zu gehen.
Sauerbraten einlegen in Marinade
Jetzt kommt der Teil, der viele abschreckt, dabei ist es eigentlich nur ein bisschen Planung. Für ein gutes Sauerbraten Rezept muss das Fleisch in die Marinade, und zwar lang genug, damit es diesen typischen, leicht säuerlichen Geschmack bekommt.
Meine Marinade, ganz unkompliziert
Ich mache es so, dass ich alles in einen großen Topf oder eine Schüssel gebe. Wichtig ist nur: Das Fleisch sollte komplett bedeckt sein. Wenn nicht, einfach ein bisschen mehr Flüssigkeit dazu oder zwischendurch wenden.
Das kommt bei mir rein:
- 500 ml Rotwein (oder mehr, je nach Topfgröße)
- 300 bis 500 ml Rotweinessig (je nachdem, wie kräftig du es magst)
- 2 Zwiebeln in Ringen
- 2 Möhren in Scheiben
- 1 Stück Sellerie oder ein kleines Stück Knollensellerie
- 2 Lorbeerblätter
- 6 bis 10 Pfefferkörner
- 3 Wacholderbeeren (optional, aber lecker)
- 1 TL Salz
Dann das Fleisch reinlegen, abdecken und in den Kühlschrank. Ich plane meistens 3 Tage ein. 2 Tage gehen auch, aber 3 Tage sind geschmacklich einfach runder. Einmal am Tag kurz wenden ist ideal. Und bitte nimm einen Behälter, der nicht aus Metall ist, oder wenigstens einen Topf mit guter Beschichtung, denn Essig ist da manchmal zickig.
Wenn du Lust hast, auch mal eine andere klassische Herangehensweise zu sehen, hier ist eine schöne Variante: Sauerbraten Rezept klassisch zum Nachkochen.
Sauerbraten ein klassisches Schmorgericht
Nach dem Einlegen kommt mein Lieblingsteil: der Duft, wenn alles anfängt zu schmoren. Das ist genau dieses gemütliche Küchengefühl, bei dem man zwischendurch immer wieder den Deckel hebt, nur um kurz zu schauen, wie es läuft.
So schmort er bei mir, Schritt für Schritt
Ich mache es ganz bodenständig:
1. Fleisch abtropfen lassen
Marinade nicht wegkippen, die brauchen wir gleich wieder. Das Gemüse aus der Marinade hebe ich auch auf.
2. Fleisch anbraten
In einem Bräter Öl oder Butterschmalz erhitzen und das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Nicht hektisch werden, Farbe bringt Geschmack.
3. Gemüse dazu
Zwiebeln, Möhren und Sellerie aus der Marinade mit in den Bräter geben und kurz mitrösten.
4. Ablöschen und schmoren
Mit der Marinade aufgießen. Falls es knapp ist, noch einen Schluck Wasser oder Brühe dazu. Dann Deckel drauf und bei kleiner Hitze 2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen. Im Ofen geht es auch, so bei 160 Grad.
Mein kleines Reality-Check Wissen aus zig Versuchen: Wenn dein Braten nach 2 Stunden noch fester wirkt, ist das nicht schlimm. Er wird oft erst am Ende richtig zart. Sauerbraten ist halt ein Geduldsspiel, aber eins, das sich lohnt.
Wenn du nach dem Schmorgericht noch Ideen für andere herzhafte Klassiker suchst, ich hab mich neulich wieder in Spaghetti Carbonara nach Original verguckt. Ganz andere Richtung, aber auch pures Wohlfühlessen.
Klassische Beilagen wie Rotkohl und Klöße
Für mich steht und fällt Sauerbraten mit den Beilagen. Klar, man könnte auch nur Brot dazu essen und glücklich sein, aber mit Rotkohl und Klößen fühlt es sich einfach richtig an. Und wenn du Gäste hast, ist das genau das Essen, das alle sofort “Wow” sagen lässt.
Was ich am liebsten dazu serviere
Meine Top Kombi ist:
Rotkohl: süßlich, weich, gern mit Apfelstückchen
Klöße: Kartoffelklöße oder Thüringer Klöße, je nachdem, was du bekommst
Extra Soße: immer mehr als du denkst, ehrlich
Wenn es unter der Woche schneller gehen soll, mache ich manchmal Kartoffelpüree statt Klößen. Ist nicht 100 Prozent traditionell, aber alle am Tisch sind trotzdem still, weil sie essen.
Und weil bei mir morgens oft der Alltag reinkracht, plane ich große Sonntagsgerichte wie Sauerbraten gern mit einem einfachen Frühstück drumherum. Falls du da Inspiration willst: gesunde Frühstücksrezepte ohne Zucker sind echt praktisch, wenn man tagsüber nicht dauernd snacken will.
Sauerbraten mit Soße und Lebkuchen
Jetzt zur Soße, dem heimlichen Star. Bei einem guten Sauerbraten Rezept will man diese dunkle, glänzende Soße, die gleichzeitig würzig, leicht süß und ein bisschen sauer ist. Und ja, der Trick mit Lebkuchen ist so alt wie genial.
So mache ich sie:
Wenn der Braten zart ist, hole ich ihn raus und halte ihn warm. Die Flüssigkeit im Topf püriere ich kurz oder streiche sie durch ein Sieb, je nachdem, wie fein ich es haben will. Dann lasse ich alles ein paar Minuten einkochen.
Und dann kommt der Moment: Lebkuchen rein, am besten 1 bis 2 Scheiben. Alternativ geht auch Printen oder ein Stückchen Honigkuchen. Ich rühre das ein, bis es sich auflöst. Das macht die Soße sämig und gibt diesen typischen Geschmack, ohne dass du ewig mit Mehl oder Stärke rumhantieren musst.
Zum Abschmecken mache ich meistens:
eine Prise Salz
ein Hauch Zucker oder Rübenkraut, wenn es zu sauer ist
manchmal einen kleinen Schluck Sahne, wenn ich es milder will
Wenn du das Fleisch wieder in Scheiben in die Soße legst und alles kurz ziehen lässt, passiert etwas Magisches. Das ist dann dieses “Kann ich noch eine Kelle Soße haben?” Essen. Genau dafür liebe ich Sauerbraten Rezept Momente.
Häufige Fragen aus meiner Küche
Wie lange muss Sauerbraten wirklich einlegen?
Ich sage: 3 Tage sind ideal. 2 Tage gehen, wenn du wenig Zeit hast. Mehr als 5 Tage würde ich nur machen, wenn du es wirklich sehr sauer magst.
Kann ich Sauerbraten ohne Rotwein machen?
Ja. Nimm dann einfach mehr Brühe oder Traubensaft plus einen kleinen Schuss Essig. Der Geschmack wird etwas anders, aber immer noch lecker.
Warum wird mein Braten nicht zart?
Meistens braucht er schlicht länger. Schmoren ist Geduld. Und achte darauf, dass die Hitze wirklich klein ist und genug Flüssigkeit im Topf bleibt.
Kann ich die Soße ohne Lebkuchen binden?
Klar. Du kannst mit Speisestärke binden oder ein paar Löffel zerdrückte Kartoffel einrühren. Aber Lebkuchen gibt halt diesen typischen Touch, den viele lieben.
Kann man Sauerbraten einfrieren?
Absolut. Am besten in Scheiben mit viel Soße einfrieren. Beim Aufwärmen langsam erhitzen, dann bleibt er zart.
Zum Schluss noch ein kleiner Motivationsschub
Wenn du dieses Sauerbraten Rezept einmal durchgezogen hast, wirst du merken, dass es gar nicht schwer ist, nur ein bisschen geplant. Das Einlegen macht den Geschmack, das Schmoren macht die Zartheit, und die Soße macht alle glücklich. Koch ruhig eine größere Menge, denn am nächsten Tag ist es oft sogar noch besser. Wenn du es ausprobierst, schreib dir die kleinen Anpassungen auf, dann wird es beim nächsten Mal dein ganz eigenes Lieblingsgericht. 

Sauerbraten
Ingredients
Für die Marinade
- 500 ml Rotwein oder mehr, je nach Topfgröße
- 300-500 ml Rotweinessig je nachdem, wie kräftig du es magst
- 2 Stück Zwiebeln in Ringen
- 2 Stück Möhren in Scheiben
- 1 Stück Sellerie oder ein kleines Stück Knollensellerie
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 6-10 Stück Pfefferkörner
- 3 Stück Wacholderbeeren optional, aber lecker
- 1 TL Salz
Für den Sauerbraten
- 1 kg Rinderbraten z.B. Rinderbug, Rinderkeule oder Rindernacken
Für die Soße
- 1-2 Scheiben Lebkuchen oder Alternativ Printen oder ein Stückchen Honigkuchen
- 1 Prise Salz zum Abschmecken
- 1 Hauch Zucker oder Rübenkraut falls die Soße zu sauer ist
- 1 Schluck Sahne wenn die Soße milder sein soll
Instructions
Einlegen
- Alle Zutaten für die Marinade in einen großen Topf oder eine Schüssel geben, sodass das Fleisch komplett bedeckt ist.
- Fleisch für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank marinieren, einmal täglich wenden.
Schmoren
- Fleisch abtropfen lassen und die Marinade sowie das Gemüse aufbewahren.
- In einem Bräter Öl oder Butterschmalz erhitzen und das Fleisch von allen Seiten gut anbraten.
- Das Gemüse aus der Marinade hinzufügen und kurz mitrösten.
- Mit der Marinade ablöschen und bei kleiner Hitze 2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen.
Soße zubereiten
- Wenn das Fleisch zart ist, aus dem Topf nehmen und warm halten.
- Die Flüssigkeit im Topf kurz pürieren oder durch ein Sieb streichen.
- Einköcheln lassen und dann die Lebkuchen hinzufügen, bis sie sich auflösen.
- Mit Salz, Zucker und Sahne abschmecken.
