Schweinebraten Rezept: Herzhaft, knusprig & wunderbar einfach
Schweinebraten Rezept gesucht, aber bitte ohne Stress, ohne Profi Tricks und trotzdem mit dieser richtig guten, knusprigen Kruste? Ich kenn das so gut: Man will was Herzhaftes auf den Tisch bringen, aber nicht den ganzen Tag in der Küche stehen. Genau dafür ist dieses Rezept bei mir zum Klassiker geworden, weil es verlässlich klappt und die Soße fast von allein lecker wird. Und das Beste: Du brauchst keine ausgefallenen Zutaten, nur ein bisschen Geduld im Ofen. Wenn bei dir schon beim Gedanken an Bratenduft alle in die Küche wandern, dann bist du hier genau richtig. 
Mein Schweinebraten Rezept – ein einfaches Festessen
Ich mach dieses Schweinebraten Rezept immer dann, wenn ich etwas brauche, das nach Sonntag schmeckt, aber auch an einem normalen Tag funktioniert. Du weißt schon: Alle sind hungrig, es soll warm und gemütlich sein, und am Ende will man diese Soße, in die man am liebsten gleich ein Stück Brot tunkt.
Für mich ist Schweinebraten so ein Essen, das einfach Stimmung macht. Der Ofen läuft, die Wohnung riecht nach Kümmel und Braten, und plötzlich wirkt alles ein bisschen entschleunigt. Und falls du danach noch Lust auf weitere Hausmannskost hast: Ich liebe dazu auch authentische Käsespätzle, das ist als Beilage zwar mächtig, aber eben auch glücklich machend.
Ein kleiner Tipp aus meiner Küche: Plane lieber ein bisschen mehr ein. Am nächsten Tag schmeckt kalter Schweinebraten in dünnen Scheiben auf Brot nämlich fast noch besser, vor allem mit etwas Senf und Gurke.
Welches Fleisch für Schweinebraten?
Wenn mich jemand fragt, was ich für mein Schweinebraten Rezept am liebsten kaufe, sag ich fast immer: Schulter oder Nacken. Die sind schön durchwachsen, bleiben saftig und verzeihen auch, wenn der Braten mal zehn Minuten länger im Ofen bleibt.
Meine Favoriten beim Einkauf
- Schweineschulter: super saftig, klassisch für Braten, toll für Soße
- Schweinenacken: sehr aromatisch, bleibt butterweich
- Schweinebauch: wenn du es extra knusprig willst, aber deutlich fettiger
- Schinkenbraten: mager, kann schneller trocken werden, geht aber mit guter Soße auch
Wichtig ist die Schwarte, falls du eine Kruste willst. Frag einfach an der Theke nach einem Stück mit Schwarte, möglichst schon rautenförmig eingeschnitten oder du machst das daheim selbst. Und keine Sorge: Das Einschneiden klingt komplizierter als es ist. Ein scharfes Messer, flach ansetzen, nur durch die Schwarte schneiden, nicht tief ins Fleisch.
Wenn du gern noch andere deftige Klassiker kochst, schau dir auch mal Bratwurst mit Sauerkraut an. Das geht schneller, trifft aber dieselbe gemütliche Ecke.
Schweinebraten im Backofen – was braucht man noch?
Beim Schweinebraten im Backofen macht für mich die Kombi aus Gemüse, Flüssigkeit und Zeit den Unterschied. Das Gemüse wird am Boden leicht dunkel, gibt Geschmack ab, und daraus entsteht diese ehrliche Bratensoße, die nach mehr schmeckt als nur nach Brühe.
Zutaten, die ich immer nutze
- 1,5 bis 2 kg Schweineschulter oder Nacken mit Schwarte
- Salz, Pfeffer
- 2 Zwiebeln
- 2 Möhren
- ein Stück Sellerie oder 2 Stangen Staudensellerie
- 2 bis 3 Knoblauchzehen (optional, aber ich mach es fast immer)
- 1 bis 2 TL Kümmel (ganz oder gemahlen)
- 2 EL Tomatenmark
- ca. 500 ml Brühe
- 200 bis 300 ml dunkles Bier oder mehr Brühe
- 1 bis 2 EL Öl oder Schmalz
Was du außerdem brauchst: einen Bräter oder eine tiefe Auflaufform und Alufolie oder einen Deckel. Ich mag den Bräter, weil man direkt am Boden rühren kann, ohne dass alles anbrennt.
Und weil ich so oft gefragt werde: Ja, Bier in der Soße schmeckt man, aber nicht so, dass es nach Kneipe riecht. Es gibt nur Tiefe und eine leicht malzige Note. Wenn du kein Bier magst, nimm einfach mehr Brühe.
Wenn du nebenbei gern unkomplizierte Ofen Ideen sammelst, stöber ruhig in den Airfryer Rezepten. Nicht für den Braten selbst, aber für schnelle Beilagen oder knusprige Snacks nebenher ist das Gold wert.
Welche Beilagen passen zum Schweinebraten?
Bei diesem Schweinebraten Rezept sind die Beilagen fast schon ein eigenes Thema. Ich sag mal so: Die Soße bestimmt, was passt. Alles, was Soße aufsaugt, ist automatisch ein Kandidat.
Meine liebsten Beilagen Ideen
Klassisch: Kartoffelknödel oder Semmelknödel, Blaukraut oder Sauerkraut. Damit kann man niemanden enttäuschen.
Einfach und alltagstauglich: Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Ofenkartoffeln, dazu ein schneller Gurkensalat.
Gemüse dazu: Krautsalat, Karottengemüse, Rosenkohl oder einfach ein gemischter Salat, wenn es nicht zu schwer sein soll.
Wenn du mal etwas anderes als Knödel machen willst: Ich hab schon oft knusprige Rösti dazu gemacht, das kommt super an. Schau mal hier: Süßkartoffelrösti Ideen. Das ist mal ein kleiner Twist, ohne dass es schräg wirkt.
Schweinebraten zubereiten – ganz einfach
Jetzt kommt der Teil, vor dem viele Respekt haben. Dabei ist das Ganze wirklich machbar, versprochen. Mein Schweinebraten Rezept funktioniert nach dem Motto: gut würzen, heiß starten, dann entspannt garen und am Ende die Kruste hochdrehen.
So gelingt er bei mir Schritt für Schritt
- Ofen auf 220 Grad Ober Unterhitze vorheizen.
- Schwarte trocken tupfen. Wenn sie nicht eingeschnitten ist, rautenförmig einschneiden. Nicht zu tief.
- Fleisch rundum mit Salz und Pfeffer einreiben. Auf der Schwarte darf es ruhig etwas mehr Salz sein. Kümmel darüber streuen.
- Gemüse grob würfeln, in den Bräter geben, Öl oder Schmalz dazu. Tomatenmark unterrühren.
- Braten mit der Schwarte nach oben aufs Gemüse setzen. Erstmal 20 bis 25 Minuten bei 220 Grad anrösten.
- Dann Temperatur auf 170 bis 180 Grad senken. Brühe und Bier angießen, so dass der Boden gut bedeckt ist, aber die Schwarte trocken bleibt.
- Jetzt 1,5 bis 2,5 Stunden garen, je nach Größe. Etwa alle 30 Minuten kurz schauen und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen.
- Für die extra knusprige Kruste am Ende 10 bis 15 Minuten Grillfunktion oder wieder 220 bis 230 Grad einstellen. Dabei dabeibleiben, das geht schnell.
- Braten rausnehmen, 10 Minuten ruhen lassen.
- Soße: Gemüse im Bräter kräftig zerdrücken, Flüssigkeit durch ein Sieb gießen. Nach Wunsch kurz einkochen lassen und abschmecken mit Salz und Pfeffer.
Mein persönlicher Trick: Wenn die Kruste nicht aufpoppt, tupfe ich sie am Schluss nochmal trocken, streue eine Prise Salz drauf und gebe richtig Hitze. Oft ist es nur zu viel Feuchtigkeit auf der Schwarte.
Und falls du beim Kochen gern noch ein zweites Wohlfühlessen auf dem Plan hast, für einen anderen Tag: Chili con Carne ist bei uns der nächste Klassiker, wenn es unkompliziert und sättigend sein soll.
Unterm Strich: Dieses Schweinebraten Rezept ist nicht filigran, sondern ehrlich. Genau das liebe ich daran.
Häufige Fragen aus meiner Küche
1) Wie bekomme ich die Kruste wirklich knusprig?
Die Schwarte muss trocken sein, genug Salz abbekommen und am Ende richtig Hitze. Wenn du Flüssigkeit nachgießt, achte darauf, dass die Schwarte nicht im Dampf badet.
2) Kann ich Schweinebraten im Backofen auch am Vortag machen?
Ja, sogar sehr gut. Braten garen, Soße fertig machen, alles kalt stellen. Am nächsten Tag im Ofen bei 160 Grad sanft erwärmen. Die Kruste wird dann separat am Schluss kurz aufgeknuspert.
3) Woran merke ich, dass der Braten gar ist?
Er sollte sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen und der austretende Saft sollte klar sein. Wenn du ein Thermometer hast: um die 75 bis 80 Grad Kerntemperatur sind ein guter Bereich.
4) Was, wenn die Soße zu dünn ist?
Einfach ohne Deckel ein paar Minuten einkochen lassen. Alternativ ein kleines bisschen Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und vorsichtig einrühren, bis es passt.
5) Was mache ich mit Resten?
In Scheiben schneiden, kalt aufs Brot oder kurz in der Pfanne anbraten. Mit der Soße wird es auch genial als schnelles Abendessen mit Kartoffeln.
Zum Schluss noch ein kleiner Motivationsschubs
Wenn du ein Schweinebraten Rezept suchst, das wirklich alltagstauglich ist und trotzdem nach Festessen schmeckt, dann probier genau dieses aus. Mit dem richtigen Stück Fleisch, genug Salz auf der Schwarte und etwas Zeit im Ofen klappt das richtig gut. Und keine Panik, falls nicht alles perfekt aussieht: Hauptsache saftig, heiß und mit viel Soße. Schreib dir am besten die Schritte kurz ab, leg dir alles bereit und dann lass den Ofen die Arbeit machen. 

Schweinebraten
Ingredients
Für den Schweinebraten
- 1.5-2 kg Schweineschulter oder Nacken mit Schwarte Schulter oder Nacken sorgen für Saftigkeit.
- 2 TL Salz Bei der Kruste großzügig verwenden.
- 1 TL Pfeffer
- 2 Zwiebeln Grob gewürfelt.
- 2 Möhren Grob gewürfelt.
- 1 Stück Sellerie oder 2 Stangen Staudensellerie Alternativ.
- 2-3 Knoblauchzehen (optional) Für zusätzlichen Geschmack.
- 1-2 TL Kümmel Ganz oder gemahlen.
- 2 EL Tomatenmark Für die Soße.
- 500 ml Brühe Für den Garprozess.
- 200-300 ml dunkles Bier oder mehr Brühe Alternativ können auch mehr Brühe verwendet werden.
- 1-2 EL Öl oder Schmalz Für das Gemüse.
Instructions
Zubereitung
- Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Schwarte trocken tupfen und rautenförmig einschneiden, falls nicht bereits eingeschnitten.
- Fleisch rundum mit Salz und Pfeffer einreiben und Kümmel darüber streuen.
- Gemüse grob würfeln, in den Bräter geben, Öl oder Schmalz dazu und Tomatenmark unterrühren.
- Braten mit der Schwarte nach oben aufs Gemüse setzen und 20 bis 25 Minuten bei 220 Grad anrösten.
- Temperatur auf 170 bis 180 Grad senken, Brühe und Bier angießen, sodass der Boden gut bedeckt ist, die Schwarte aber trocken bleibt.
- 1,5 bis 2,5 Stunden garen, je nach Größe, und alle 30 Minuten kurz schauen, ob Flüssigkeit nachgegossen werden muss.
- Für die extra knusprige Kruste am Ende 10 bis 15 Minuten die Grillfunktion oder 220 bis 230 Grad einstellen.
- Braten rausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen.
- Für die Soße: Gemüse im Bräter kräftig zerdrücken, Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, nach Wunsch kurz einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
