Omas Geheimtipp: Apfelstrudel Rezept zum Verlieben
Apfelstrudel Rezept gesucht, aber du willst nicht schon wieder so einen trockenen Strudel, der nach nichts schmeckt? Genau so ging es mir lange. Ich wollte diesen warmen Duft von Äpfeln, Zimt und Butter in der Küche, wie früher bei Oma, wenn man kaum warten konnte, bis das Blech endlich aus dem Ofen kommt. Und ich wollte ein Ergebnis, das auch am nächsten Tag noch richtig gut ist. Hier kommt mein liebster Weg zum Strudel, ganz simpel erklärt, mit Omas kleinen Kniffen. 
Tipps für Omas Apfelstrudel-Rezept
Omas größtes Geheimnis war nie irgendeine magische Zutat. Es waren die kleinen Handgriffe, die sie immer gleich gemacht hat. Und ja, sie hat dabei immer so getan, als wäre das alles ganz selbstverständlich.
Erstens: Füllung nicht zu nass. Äpfel geben Saft ab, und wenn du das nicht abfängst, wird der Boden matschig. Oma hat immer mit Bröseln gearbeitet und die Äpfel kurz ziehen lassen, damit man sieht, wie viel Saft kommt.
Zweitens: Butter und Geduld. Egal ob du mit Strudelteig oder einem schnellen Teig arbeitest, ein bisschen Butter zwischen den Schichten macht diesen typischen Geschmack. Und beim Rollen nicht hektisch werden. Der Strudel merkt das irgendwie.
Drittens: Wenn du mal vergleichen willst, wie es richtig traditionell geht, schau dir ruhig dieses Rezept an. Ich blättere da auch gern drin, wenn ich mich wieder in Österreich-Urlaub zurückträumen will: traditioneller Apfelstrudel.
Und noch ein Tipp aus meiner Küche: Ich streue am Ende immer eine Prise Salz in die Füllung. Nicht damit es salzig schmeckt, sondern damit die Süße besser knallt. Klingt komisch, wirkt aber.
Schritt-für-Schritt Anleitung für die Zubereitung
Hier kommt meine einfache Anleitung. Kein Stress, kein Fachgelaber, nur so, dass du am Ende einen Strudel hast, auf den du richtig stolz bist. Ich mache das meistens mit gekauftem Strudelteig, wenn es schnell gehen soll. Wenn du lieber eine andere schnelle Variante willst, ist auch Apfelstrudel mit Blätterteig eine super Option.
Das brauchst du für 1 Blech
- 1 Packung Strudelteig (oder ein dünn ausgerollter Teig deiner Wahl)
- ca. 1,2 kg Äpfel (säuerlich ist am besten)
- 80 bis 120 g Zucker (je nach Apfelsorte und Geschmack)
- 1 bis 2 TL Zimt
- 1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Vanille
- 1 Handvoll Rosinen (optional)
- 1 Handvoll gehackte Walnüsse oder Mandeln (optional, aber toll)
- ca. 80 g Semmelbrösel
- 80 bis 100 g Butter
- Saft von 1 Zitrone
- 1 Prise Salz
So mache ich es jedes Mal
1) Äpfel vorbereiten
Äpfel schälen, entkernen, in dünne Scheiben schneiden. Dann direkt mit Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden. Zucker, Zimt, Vanille, Salz dazu. Wenn du Rosinen magst, rein damit. Alles kurz stehen lassen, so 10 Minuten.
2) Brösel rösten
Butter in einer Pfanne schmelzen, Semmelbrösel rein und bei mittlerer Hitze rühren, bis sie leicht goldig sind. Das riecht schon nach Weihnachten, ehrlich. Das ist später dein Schutz gegen matschige Füllung.
3) Teig füllen
Backofen auf 190 Grad Ober Unterhitze vorheizen. Teig auf ein Tuch legen. Den Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. Dann eine Schicht Brösel drauf, nicht zu knapp. Äpfel abtropfen lassen (Saft auffangen) und auf dem Teig verteilen, an den Seiten etwas Platz lassen.
4) Aufrollen und ab aufs Blech
Mit dem Tuch vorsichtig einrollen. Enden leicht einschlagen, damit nichts rausläuft. Auf ein Blech mit Backpapier legen, nochmal mit Butter bestreichen.
5) Backen
Ca. 35 bis 45 Minuten backen, bis er schön goldig ist. Wenn er zu schnell dunkel wird, einfach locker mit Alufolie abdecken.
6) Kurz warten
Ich weiß, das ist der schwerste Schritt. Aber 10 bis 15 Minuten ruhen lassen lohnt sich, dann läuft dir beim Schneiden nicht alles weg.
Wenn du auch gern mal ein wirklich klassisches Familiengefühl nachbackst, dann klick dich hier rein. Das ist so nah an dem, was viele Omas wirklich gemacht haben: Omas Apfelstrudel klassisches Familienrezept.
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Nützliche Zutaten und deren Auswahl
Beim Apfelstrudel Rezept sind die Zutaten nicht kompliziert, aber ein paar Entscheidungen machen echt den Unterschied. Vor allem bei den Äpfeln.
Welche Äpfel passen wirklich?
Ich nehme am liebsten säuerliche Sorten, weil sie beim Backen nicht nur süß werden, sondern diesen frischen Apfelgeschmack behalten. Gute Kandidaten sind Boskoop, Elstar oder Braeburn. Wenn du nur super süße Äpfel hast, nimm weniger Zucker und gib etwas mehr Zitrone dazu.
Zimt: Bitte nimm einen, den du magst. Klingt banal, aber Zimt ist hier Hauptdarsteller. Wenn dein Zimt alt ist und nach Karton riecht, schmeckt der ganze Strudel irgendwie flach.
Semmelbrösel: Das ist wirklich ein Gamechanger. Sie saugen den Saft, geben aber auch ein leicht nussiges Aroma, wenn sie in Butter geröstet werden.
Rosinen: Ich weiß, die spalten Familien. Bei uns auch. Ich mache oft halbe halbe, eine Seite mit, eine ohne. Frieden in der Küche ist auch was wert.
Nüsse: Walnüsse geben einen herberen Ton, Mandeln sind milder. Wenn Kinder mitessen, sind Mandeln oft der sichere Weg.
Wenn du gern noch eine weitere einfache Idee sehen willst, die gut erklärt ist und richtig nach Zuhause schmeckt, schau mal hier: Omas leckerer Apfelstrudel zum Nachbacken.
Variationen des klassischen Rezepts
Ich liebe die klassische Version, aber manchmal hat man einfach Lust, ein bisschen zu spielen. Und das ist beim Apfelstrudel Rezept total erlaubt. Oma hätte vielleicht kurz die Augenbraue gehoben, aber danach trotzdem ein zweites Stück genommen.
Mit Quark: Ein paar Löffel Quark (leicht gesüßt und mit Zitrone) unter die Äpfel mischen. Macht die Füllung cremiger.
Mit Birnen: Ersetze ein Drittel der Äpfel durch Birnen. Das wird super saftig, also Brösel nicht vergessen.
Ohne Zucker: Wenn du Zucker reduzieren willst, geht das auch. Nimm sehr reife Äpfel, etwas Zimt, Vanille und vielleicht ein paar Datteln klein geschnitten. Wenn dich das Thema generell interessiert, schau mal hier rein: gesunde Rezepte ohne Zucker.
Extra knusprig: Noch etwas mehr Butter oben drauf und in den letzten 5 Minuten kurz die Temperatur etwas erhöhen, aber bitte dabei bleiben. Knusprig ist toll, verbrannt ist traurig.
Häufige Fehler und deren Vermeidung
Ich habe Strudel auch schon ruiniert, keine Sorge. Hier sind die Klassiker, damit es bei dir direkt klappt.
Fehler 1: Zu viel Flüssigkeit
Wenn die Äpfel sehr saftig sind, lässt du sie am besten kurz abtropfen. Und ja, die Brösel sind Pflicht. Notfalls nimmst du etwas mehr.
Fehler 2: Teig reißt
Passiert. Dann nicht panisch werden. Einfach vorsichtig weiterrollen und die Naht nach unten legen. Oben sieht nach dem Backen eh keiner mehr die kleinen Stellen, vor allem nicht mit Puderzucker.
Fehler 3: Strudel wird trocken
Zu wenig Butter oder zu lange gebacken. Lieber einmal früher gucken. Jeder Ofen ist anders, meiner macht auch manchmal sein eigenes Ding.
Fehler 4: Füllung schmeckt langweilig
Meist fehlt Säure oder Salz. Zitrone und eine Prise Salz holen echt viel raus. Und nimm genug Zimt, aber übertreib es nicht.
Häufige Fragen aus meiner Küche
Kann ich den Strudel vorbereiten und später backen?
Ja, aber nicht zu früh. Ich bereite ihn maximal 2 bis 3 Stunden vorher vor und stelle ihn kühl. Sonst weicht der Teig durch.
Wie bewahre ich Apfelstrudel am besten auf?
Am liebsten locker abgedeckt bei Raumtemperatur für einen Tag. Im Kühlschrank wird er schneller weich, geht aber natürlich auch. Kurz aufbacken hilft.
Kann ich den Strudel einfrieren?
Ja. Am besten fertig gebacken einfrieren, dann im Ofen bei niedriger Temperatur wieder knusprig machen.
Was passt dazu, wenn Gäste kommen?
Vanillesoße, Vanilleeis oder einfach Schlagsahne. Wenn ich es ganz gemütlich will, mache ich Vanillesoße und streue oben noch ein bisschen extra Zimt.
Warum schmeckt Omas Strudel immer intensiver?
Weil sie mutig gewürzt hat und nicht beim Butterpinseln gespart hat. Und weil bei Oma irgendwie alles ein bisschen mehr nach Zuhause schmeckt.
Zum Schluss noch ein kleiner Schubs in Richtung Ofen
Wenn du bis hier gelesen hast, dann weißt du jetzt alles, was ich an diesem Apfelstrudel Rezept liebe: einfache Zutaten, ein paar clevere Handgriffe und dieser Duft, der die ganze Wohnung warm macht. Nimm dir die Zeit für die Brösel in Butter und gönn den Äpfeln Zitrone und Zimt, dann bist du schon auf der sicheren Seite. Und falls er nicht perfekt aussieht, ist das egal, Hauptsache er schmeckt. Back ihn am Wochenende, schneid dir ein großes Stück ab und genieß es einfach. 

Apfelstrudel
Ingredients
Für die Füllung
- 1.2 kg Äpfel Säuerliche Sorte empfohlen
- 80-120 g Zucker Je nach Apfelsorte und Geschmack
- 1-2 TL Zimt
- 1 Päckchen Vanillezucker Oder etwas echte Vanille
- 1 Handvoll Rosinen Optional
- 1 Handvoll gehackte Walnüsse oder Mandeln Optional, aber toll
- 80 g Semmelbrösel
- 80-100 g Butter Für extra Geschmack
- 1 Stück Zitrone Saft verwenden
- 1 Prise Salz Verbessert die Süße
Für den Teig
- 1 Packung Strudelteig Oder dünn ausgerollter Teig deiner Wahl
Instructions
Vorbereitung
- Äpfel schälen, entkernen, in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft mischen.
- Zucker, Zimt, Vanillezucker und Salz hinzugeben, Rosinen hinzufügen (wenn gewünscht) und 10 Minuten ziehen lassen.
Brösel rösten
- Butter in einer Pfanne schmelzen, Semmelbrösel hinzufügen und bei mittlerer Hitze goldig rösten.
Teig füllen
- Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Strudelteig auf ein Tuch legen und mit geschmolzener Butter bestreichen.
- Eine Schicht Brösel auf den Teig geben, die abgetropften Äpfel gleichmäßig darauf verteilen.
Aufrollen und Backen
- Mit dem Tuch vorsichtig einrollen, Enden leicht einschlagen und auf ein Blech mit Backpapier legen.
- Nochmals mit Butter bestreichen und ca. 35-45 Minuten backen, bis er goldig ist.
Ruhen lassen
- Nach dem Backen 10-15 Minuten ruhen lassen, damit der Strudel nicht auseinanderläuft, wenn du ihn schneidest.
